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Di. 6.11.: Revolutionen früher und heute – Die kurdische Selbstverwaltung in Rojava, 19.30 Uhr CAU Kiel

In den kurdischen Gebieten Nordsyriens wird seit einigen Jahren eine rätedemokratische, geschlechtergerechte Selbstverwaltung aufgebaut; ein Versuch Machtstrukturen zu durchbrechen und eine Gesellschaft von unten zu organisieren. Die deutsche Bundesregierung unterstützt dagegen Despoten wie Erdogan und liefert Waffen, die dazu benutzt werden Selbstorganisierung zu zerschlagen, wie leider zuletzt in Afrin.
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Fr. 2.11.: Revolution in Deutschland 1918-23, 19 Uhr CAU Kiel

Veranstaltung mit Daniel Kulla

Die Novemberrevolution 1918 hat es gerade so ins landläufige Geschichtsbild geschafft, zumindest unter Linken geht sie noch bis Januar 1919 weiter. Der Höhepunkt der revolutionären Bewegung im März 1919 ist hingegen unter den diversen historischen Siegererzählungen fast verschwunden, was auch die Rückschau auf die weiteren Massenstreiks, Sozialisierungen und Erhebungen bis 1923 sowie die Folgegeschichte prägt. (Nazis redeten nicht gern genauer darüber, wen sie da zusammengeschossen hatten und für wen; die SPD redete gar nicht gern darüber, auf wen sie die ersten Nazis so alles hat schießen lassen; die KPD redete nicht ganz so gern darüber, auf wen geschossen wurde, wenn es nicht ihre Leute waren oder sich zumindest als solche reklamieren ließen.)

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Aufruf des Roten Kollektiv Kiel zur Revolutionären Demo am 3.11.

1918 – 2018 100 Jahre Novemberrevolution
Nie wieder Krieg!

Dieser Sticker zeigt revolutionäre Matrosen zur Novemberrevolution in Kiel. Im Jahr 1918 tobte seit vier Jahren der 1. Weltkrieg, Soldaten fielen für das Interesse des Kapitals übereinander her. Im Oktober 1918 sollte die kaiserliche Kriegsmarine für ein letztes, sinnloses Gemetzel gegen die englische Flotte auslaufen. Die Matrosen entschieden sich allerdings für ihr Leben, gegen den Krieg und den sicheren Tod auf See. Sie meuterten, sabotierten die Schiffe und hinderten so die Flotte am Auslaufen, woraufhin ein Teil dieser in den heimatlichen Hafen nach Kiel zurückbeordert wurde. Auf dem Weg nach Kiel, am 31. Oktober nutze die Militärführung ihre Chance, verhaftete 47 vermeintliche Rädelsführer und steckten sie ins Militärgefängnis in der Wik.

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Mo. 1.10.: Vom Streik zur Revolution, 19 Uhr Subrosa Gaarden

Gewerkschaftlicher Widerstand gegen den 1. Weltkrieg

Montag, 1. Oktober 2018 | Subrosa (Elisabethstr. 25, Kiel-Gaarden)

Jede*r kennt die Roten Matrosen – weniger bekannt ist, dass in Berlin ganz normale Gewerkschafter*innen die Novemberrevolution vorbereiteten. Mit ersten politischen Streiks begann1916 der gewerkschaftliche Widerstand gegen den Weltkrieg. Träger der Streiks waren nicht die Vorstände der Gewerkschaften, sondern ehrenamtliche Vertrauensleute in den Betrieben, die sich ab 1918 in Berlin „Revolutionäre Obleute“ nannten. Diese organisierten erfolgreich mehrere Massenstreiks, die schließlich in der Novemberrevolution mündeten und zum Vorläufer der Rätebewegung wurden.

Anhand der vor kurzem in zweiter Auflage erschienenen Biographie zu Richard Müller, einem führenden Protagonist der Revolutionären Obleute, wird der Historiker Ralf Hoffrogge in einem kurzen Referat die Entstehung der Streikbewegungen gegen den ersten Weltkrieg darstellen. Wer waren ihre Träger, wie funktionierten sie, was haben sie uns heute zu sagen?

sh.rosalux.de | www.revolutionsstadt.de | subrosa.gaarden.net

Fr. 27.9.: Karl Artelt & Lothar Popp – die Stunde der Kieler Revolutionäre, 18 Uhr Gewerkschaftshaus

Szenische Lesung mit Begleitung durch den Ernst Busch Chor

Donnerstag, 27. September 2018
18 Uhr | Gewerkschaftshaus (Legienstraße 22, Kiel)

In einer szenischen Lesung werden die beiden zentralen Persönlichkeiten des Kieler Matrosen- und Arbeiteraufstandes Karl Artelt und Lothar Popp vorgestellt. Ihr Lebensweg und ihr mutiger Einsatz für die Interessen der einfachen Menschen werden schlaglichtartig beleuchtet. Alle Texte werden von Schauspielern gesprochen. Zur Illustration werden Fotos, Dokumente und kurze Filmausschnitte gezeigt. Die Veranstaltung wird begleitet vom Ernst Busch Chor.

Eine gemeinsame Veranstaltung der Rosa Luxemburg-Stiftung Schleswig-Holstein mit Klaus Kuhl, DGB/ver.di und dem Initiativkreis „Kiel und die Revolution 1918″.

Eintritt frei. Barrierefrei.

Fr. 28.9.: Workshop für ein revolutionäres Massentheater auf der Bündnisdemo, 19 Uhr Timmerberg 15

100 Jahre Novemberrevolution –

Einladung zum Workshop am 28.9. am Timmerberg 15 in Kiel (19 Uhr)

„Für den Traum der „Roten Matrosen“ – für eine Welt ohne Krieg, Militär, Ausbeutung und Ausgrenzung!“ Unter diesem Aufruf startet am 3. November um 14:30 Uhr am Platz der Matrosen vor dem Hauptbahnhof Kiel eine große Demonstration.

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Fr. 21.9.: Deutschland 1918/19 – Die Flamme der Revolution mit Bernd Langer, 20 uhr Subrosa

Lesung und Diskussion mit Bernd Langer (Kunst und Kampf, Berlin)

Im Jahr 1919 entwickelt sich im Deutschen Reich ein Bürgerkrieg, der nicht als solcher in den Geschichtsbüchern verzeichnet ist. Wie kommt es dazu?

Mit Beginn des Ersten Weltkriegs 1914 radikalisieren sich die sozialen Verhältnisse. Weil die SPD den Kriegskurs des Kaiserreiches mitträgt, spaltet sich die Partei und es entsteht die Unabhängige Sozialdemokratie. Auftrieb erhält die Antikriegsstimmung durch die Revolution in Russland 1917. Doch erst mit der militärischen Niederlage bricht das Kaiserreich 1918 zusammen, und ein Matrosenaufstand in Kiel wird zum Auslöser der Novemberrevolution.
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Sa. 15.9.: Perspektiven auf die radikale Selbstorganisation des Proletariats mit Felix Klopotek, 19 Uhr Alte Meierei

Räte gegen den Rat, Pläne gegen den Plan

Samstag, 15. September | 19 Uhr | Alte Meierei (Hornheimer Weg 2, Kiel)

Über die Rolle der Räte in der deutschen Novemberrevolution ist viel gerätselt worden: Markierten sie den Übergang in das parlamentarische System (nicht mehr, aber auch nicht weniger)? Waren sie bloß ein Irrläufer der hiesigen Demokratiegeschichte? Oder bargen sie ein Potential, das auf eine andere Republik verwies: die sozialistische?

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Sa. 15.9.: Stadtrundgang zum revolutionären Matrosen- und Arbeiter*innenaufstand 1918, 11 Uhr Platz der Matrosen

November 1918 – in Kiel kommt es zur Revolution gegen Krieg und Monarchie. Den meuternden Soldaten aus Kiel schlossen sich weitere Arbeiter*innen und Soldaten an, öffentliche Gebäude wurden  besetzt, Gefangene befreit und Räte gewählt, denen die Exekutivgewalt übertragen wurde. Der 1. Weltkrieg endete wenige Tage später, die Monarchie wurde abgeschafft.

Auf einem zweistündigen Stadtrundgang werden wir uns auf die Spuren der meuternden Matrosen,  streikenden Arbeiter*innen und revoltierenden Gesellschaft begeben. Welche Orte waren von Bedeutung,  wo ist die Revolution von 1918 noch heute sichtbar? Neben den konkreten Ereignissen im November 1918 wird es auch um die Vorgeschichte, die Abschaffung des Rätesystems durch die Konterrevolution und das (Nicht-)Gedenken der BRD und der Stadt Kiel gehen.

Samstag, 15. September | 11 Uhr Platz der Matrosen | Kiel

Der Stadtrundgang findet im Rahmen des Get Organized! Antifa-Wochenende 2018 und in Kooperation mit der Rosa Luxemburg Stiftung Schleswig-Holstein statt.

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